Wie Sie Ihre Unternehmensziele durch IT-Ziele besser erreichen



Autor

Barbara Buj
Produktmanagement NOWIS

ITIL, COBIT, Scrum … Alles Begriffe, die Sie sicher schon einmal gehört haben. Aber wofür stehen sie genau? Und was haben diese Begriffe damit zu tun, dass Sie Ihre Unternehmensziele nachhaltiger verfolgen und zuverlässiger erreichen können?

Die Lösung: Alle drei Begriffe stehen in Zusammenhang mit gut organisierten Prozessen oder Best-Practice-Beispielen.

Als Basis für die Umsetzung von Prozessen dienen in der Regel festgelegte, manchmal tatsächlich schriftlich festgehaltene Denkansätze und Handlungsanweisungen. Sie bilden den Rahmen, das sogenannte Management Framework. Und das beruht wiederum auf Erfahrungen mit Prozessen, die sich in der Praxis bewährt haben. Meistens orientiert sich das Management Framework an internationalen Standards wie etwa ITIL oder COBIT. Sie sind heute schon in vielen Unternehmen etabliert – ein Grund mehr, sie Ihnen an dieser Stelle noch einmal kurz vorzustellen.

ITIL

ITIL (Information Technology Infrastructure Library) ist eine Art Fachbuchsammlung über Richtlinien in IT-Services. Im Mittelpunkt stehen Komponenten, Prozesse und Abläufe im Lebenszyklus von IT-Services mit dem Ziel, die Services kontinuierlich zu verbessern.

ITIL wurde in den 1980er Jahren von der Central Computing and Telecommunications Agency (CCTA), einer Regierungsbehörde in Großbritannien, entwickelt und hat sich bis heute sehr gut in vielen Unternehmen weltweit etabliert.

Dank der in ITIL veröffentlichten Best Practices konnten viele Unternehmen ihre Prozesse optimieren, standardisieren und beschleunigen. Im Endeffekt erhöht sich so auch die Kundenzufriedenheit. Die Ziele von ITIL liegen ganz klar in der Effizienzsteigerung und Kostensenkung durch permanent optimierte IT-Prozesse. Denn ein dynamischer Markt – insbesondere der IT-Markt – erfordert die Fähigkeit, sich mit veränderten Geschäftsmodellen und Unternehmensstrategien in einem harten Wettbewerb zu behaupten.

COBIT

COBIT steht für Control Objectives for Information and Related Technology: Dieser Ansatz, ursprünglich ein Prüf- und Kontrollinstrument, verfolgt das Ziel, sich stetig zu einem Management Practice zu entwickeln. Er unterteilt die IT-Aufgaben in Control Objectives, also Kontrollziele bzw. Steuerungsvorgaben, sowie Prozesse.

Während COBIT in den ersten Versionen ab 1996 noch als reines Werkzeug für Auditoren, also IT-Prüfer, verwendet wurde, kann das Tool in der neuesten Version COBIT 5.0 als Framework für die Steuerung der gesamten Unternehmens-IT gesehen werden. Dank COBIT soll die IT die geschäftlichen Anforderungen unterstützen – ökonomisch und auch risikobewusst. Hinsichtlich vieler Elemente ergänzen sich also der ITIL- und der COBIT-Ansatz. Hinter COBIT steckt ein umfangreiches, systematisches Konzept standardisierter Prozesse zur Optimierung des Arbeitsalltags, jedoch birgt gerade auch diese Komplexität u.U. einige Nachteile.

Neben äußerst sinnvollen Rahmenwerken existieren aber auch zahlreiche andere Möglichkeiten zur Optimierung des IT-Managements. Ein weit verbreiteter Ansatz ist die Nutzung von agilen Methoden, weil sie dabei unterstützen, Fehler zu vermeiden und Prozesse im Allgemeinen effizienter zu machen. Damit können Projekte meistens letztlich schneller und kostengünstiger abgeschlossen werden.

Scrum

Eine solche Methode ist Scrum (englisch für „Gedränge“): Es ist ein Vorgehensmodell aus dem Projekt- und Produktmanagement, ursprünglich zur Softwareentwicklung. Da viele Projekte zu komplex sind, um sie in vollem Umfang in einem Plan unterzubringen, werden Teilziele definiert. Scrum bietet ein Rahmenwerk aus Aktivitäten, Artefakten und Rollen, das mithilfe von Umsetzungstechniken dieser drei Komponenten konkretisiert wird. Die Rollen werden unterteilt in den Product Owner (Auftraggeber), den Scrum-Master (Prozessverantwortlicher, der das Team koordiniert) sowie das Team selbst.

Das Scrum-Modell ist keineswegs starr: Nach der Definition der Produktanforderungen (Requirements) werden diese priorisiert – und das im fortlaufenden Prozess immer wieder. Ebenso können sich die Anforderungen selbst verändern. Das Scrum-Framework sieht hier zum Beispiel tägliche Meetings der Teams vor. Es ist ein insgesamt sehr schnelles, agiles System, um IT-Projekte gut strukturiert und dennoch flexibel und auf kurzen Kommunikationswegen umzusetzen. 

Großer Nutzen durch das richtige Rahmenwerk

Die vorgestellten Ansätze sind also etabliert und können guten Gewissens angewendet werden, wenn es darum geht, das IT-Management professionell weiterzuentwickeln. Die Weiterentwicklung sollte regelmäßig und kontinuierlich geschehen – dies machen allein schon der technologische Fortschritt sowie neue Anforderungen im externen, aber auch im internen Umfeld eines Unternehmens erforderlich.

Business und IT sollten dabei natürlich Hand in Hand gehen. Nur so lassen sich alle Unternehmensziele tatsächlich erreichen. Welche Methode für welches Unternehmen oder welche Ziele am besten geeignet ist, muss im Einzelfall und individuell eingeschätzt werden. Und auch, wenn das Aufsetzen eines Management Frameworks erst einmal Ressourcen kostet: Die Erfahrung hat gezeigt, dass das richtige Rahmenwerk mittel- bis langfristig Mehrwerte schafft.

Einen Mehrwert erhalten Sie aber auch kurzfristig und ganz schnell, wenn Sie unser kostenloses Whitepaper „Die Welt der SLAs“ aus unserer Serie „Besser im IT-Betrieb“ lesen: Denn SLAs (Service-Level-Agreements) sind ein Baustein aus ITIL und dienen u.a. der Transparenz und Kontrollierbarkeit von Verträgen zwischen Dienstleistern und Auftraggebern. Das Whitepaper versorgt Sie mit vielen wertvollen Tipps für eine effiziente und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit einem IT-Dienstleister und steht Ihnen hier zum kostenfreien Download zur Verfügung:

Und wenn Sie schon einmal dabei sind, überlegen Sie einfach auch noch, welche Ihrer IT-Prozesse sich in welcher Hinsicht vielleicht noch ein bisschen verbessern und weiter optimieren lassen…


Teilen Sie diesen Beitrag!