So finden Sie die passende Cloud für Ihr Unternehmen!


Autor

Dirk Homann
Bereichsleiter IT Infrastructure Services

Alle reden von der „Cloud“. Und jeder meint zu wissen, was diese „Datenwolken“ sind. Aber wissen Sie es wirklich ganz genau? Was macht eine Cloud aus, welche verschiedenen Modelle gibt es, und welches ist für Ihr Unternehmen besonders geeignet? 

Der Begriff „Cloud Computing“ bezeichnet die Nutzung von IT-Leistungen über Datennetze. Das kann Software oder Speicherplatz sein, aber auch ganz einfach Rechenkapazität. 

Verbreitung von Cloud Computing

Laut einer Studie, die NOWIS gemeinsam mit einem unabhängigen Beratungsinstitut durchgeführt hat, nutzten im Jahr 2017 bereits knapp 40 % der deutschen Mittelständler Lösungen aus der Cloud, Tendenz steigend. Insbesondere in den Branchen Energie, Chemie sowie IT und Telekommunikation ist die Nutzung von Cloud-Services weit verbreitet, während Banken, Versicherungen und der Handel noch zurückhaltend sind. 

Dabei liegen die allgemeinen Vorteile der Cloud-Nutzung auf der Hand:

  • Zeit- und ortsunabhängiges Arbeiten
  • Sichere Datenspeicherung
  • Daten sind jederzeit abrufbar
  • Bedarfsorientierte Abrechnung
  • Skalierbarkeit und Flexibilität
  • Reduzierter Administrationsaufwand

Die verschiedenen Cloud-Modelle

Die Public Cloud oder öffentliche Cloud stellt im Internet seine Dienstleistungen jedem zur Verfügung, so dass sich viele Nutzer eine gemeinsame virtualisierte Infrastruktur teilen. Die Vorteile liegen insbesondere in Kostenersparnissen (man zahlt nur nach Nutzung). Auch braucht man kein eigenes Rechenzentrum und kann sich auf sein Kerngeschäft konzentrieren. Als nachteilig wird hier die Angst vor Datenverlust angesehen sowie die Unsicherheit, mit wem man sich die Cloud eigentlich teilt. Die Public Cloud ist also bei geschäftskritischen und vertraulichen Daten nicht zu empfehlen. 

Bei einer Private Cloud ist genau das Gegenteil der Fall: Sie steht nur einem Unternehmen zur Verfügung. Die Verwaltung kann sowohl durch ein eigenes Rechenzentrum als auch extern durch einen IT-Dienstleister erfolgen. Aus Gründen des Datenschutzes und der Informationssicherheit wird dieses Cloud-Modell von Unternehmen am häufigsten gewählt. Von Vorteil ist hier die volle Datenkontrolle – die Private Cloud bietet damit die höchste Sicherheit. 

Darüber hinaus existiert eine Mischform aus beiden Modellen: die Hybrid Cloud. Hier laufen bestimmte Anwendungen über öffentliche Anbieter im Internet, während andere – vor allem kritische – Daten unternehmensintern verarbeitet werden. Die besondere Herausforderung hierbei ist die adäquate Trennung von datenschutzkritischen und -unkritischen Geschäftsprozessen. Dabei ergibt sich der Vorteil, dass kritische Daten im eigenen Rechenzentrum verbleiben können, während Daten, die auch mobil verfügbar sein müssen, in der Public Cloud zu speichern sind. Die Hybrid Cloud besticht zudem dadurch, dass sie das kostengünstigste Modell ist, jedoch erhöht sich der administrative Aufwand.

Einige Unternehmen nutzen die Dienste verschiedener Cloud-Anbieter parallel. Hier spricht man dann von einer Multi Cloud. Sie ist eine Erweiterung der Hybrid Cloud und bringt dieselben Vorteile mit sich. Als nachteilig wird der höhere Verwaltungsaufwand angesehen sowie die Gefahr einer größeren Anzahl an Fehlerquellen.  

Laut der eingangs erwähnten NOWIS-Studie nutzten im Jahr 2017 die meisten der befragten Unternehmen die Private Cloud (knapp 48%), gefolgt von der Hybrid Cloud (etwa 34%). 

Welche Cloud-Lösung passt zu mir?

Heute ist es nicht die Frage, ob Unternehmen Cloud-Lösungen nutzen sollten, sondern welches Modell für welches Unternehmen am besten geeignet ist. Schließlich möchte man wettbewerbsfähig bleiben - auch Sie! Deshalb sollten Sie sich auf Ihrem Weg in die Cloud folgende Fragen stellen:

  • Soll meine gesamte IT in die Cloud migrieren oder nur ein Teil? Und welcher Teil?
  • Ist meine vorhandene IT-Landschaft überhaupt kompatibel oder gegebenenfalls bereits veraltet?
  • Welches Modell eignet sich am besten für meine Zwecke?
  • Wann ist der richtige Zeitpunkt?
  • Spielt der Standort des Rechenzentrums für mich eine Rolle?
  • Ist mein gesamtes Unternehmen bereit für die Cloud?
  • Wurden alle Stakeholder in den Entscheidungsprozess integriert?

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