Eine kleine (Zukunfts-)Weihnachtsgeschichte


Autor

Barbara Buj
Produktmanagement NOWIS

Weihnachten, das Fest der Liebe, Ruhe und Besinnlichkeit steht vor der Tür. Was gehört für Sie zur Adventszeit und zum Fest, was macht es aus? Der Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt im Advent, inmitten überfüllter Innenstädte und des Parksuchverkehrs? Das Tannenbaum-Kaufen im letzten Moment? Schmücken Sie womöglich mit echten Kerzen und schaffen es, die Feiertage tatsächlich zu genießen? Oder legen Sie Hunderte Kilometer auf Autobahnen zurück, um alle Familienmitglieder zu sehen? So sieht es für viele von uns heute an Weihnachten aus – aber wie könnte es in 50 Jahren sein? Wird dann, künstlicher Intelligenz sei Dank, alles einfacher und entspannter? Wagen wir einen Blick in die Zukunft! 

Von Hologrammen der Liebsten bis Hightech-Weihnachtsbaum

Eines hat sich ja schon in den letzten Jahren verändert: Statt Parkplatzsuche und Schlangestehen an überfüllten Kassen in Innenstadtgeschäften bestellt ein Großteil der zukunftsorientierten, modernen Bevölkerung die Weihnachtsgeschenke einfach online. Wie bequem! Und Sie müssen Ihr Haus höchstens dann verlassen, wenn der freundliche Nachbar das Paket für Sie in Empfang genommen hat. Vielleicht müssen wir in Zukunft nicht einmal mehr unsere vier Wände verlassen, um die gesamte Familie an Heiligabend zu versammeln: Die Internet-Telefonie wird im Jahr 2068 bestimmt so ausgefeilt sein, dass Hologramme der Liebsten im Wohnzimmer stehen! Selbstverständlich um einen (virtuellen?) Hightech-Weihnachtsbaum: Der entscheidet dank Smart-Home-Technologie ganz allein, wann welche Beleuchtung am sinnvollsten ist – Geschenke auspacken: Spot an! Das Weihnachtsoratorium hören: Angemessen gedimmt.

Ein paar Moleküle hier, eine Prise Stickstoff da

Es lebe die Molekularküche! Keine überfüllten Einkaufstaschen schleppen und stundenlang in der Küche stehen, stattdessen: Ein paar Moleküle hier, eine Prise Stickstoff da – und schon ist das Festtagsmahl fertig. Es sieht vielleicht nicht so aus wie eine Weihnachtsgans, schmeckt aber mit etwas Glück zumindest so. Die Nährstoffe sind jedenfalls absolut ausgewogen, das spart auch den Verdauungsschnaps danach … Und erst der Glühwein: Zeitraubendes Selber-Würzen adé! Denn irgendwo auf der Welt werden in Zukunft sicher Nelken-Kardamom-Sternanis-aromatisierte Trauben an zimtigen Reben wachsen – da kann auch der autonome Hausroboter, der das Ganze leise summend serviert, nichts mehr falsch machen.

Was für eine Vorstellung! Ein so einfaches, bequemes Leben … oder? Doch bei aller Entlastung, die der technische Fortschritt bringt, wird uns vermutlich gerade das etwas Unperfekte und das reale Beisammensein fehlen: Das Auf-die-Finger-Klopfen beim Naschen vom Teller des Nebenmanns. Der unnachahmliche Duft nach Weihnachtsbraten oder Mürbeteigplätzchen, der uns schon beim Daran-Denken ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Das Sich-in-die-Arme-Schließen, das Dankeschön für ein gutes Jahr oder einfach die Freude, die wir miteinander teilen …

Um das Fest der Liebe wirklich, ganz real, genießen zu können, werden wir wohl auch in Zukunft all unsere Sinne einsetzen – aller Technik zum Trotz. Auch, wenn Technologien, die wir uns heute noch nicht einmal vorstellen können, uns ganz bestimmt in vielen Bereichen unterstützen: Wir sind sicher, dass ganz altmodische Gefühle und Traditionen uns erhalten bleiben. Und Weihnachten auch in 50 Jahren für uns immer etwas Unbeschreibliches und einfach Besonderes bleiben wird…


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